Sanguinaria
Andere Namen: Kanadische Blutwurzel, Sanguinaria canadensis
Stoffart: Heilpflanze
Typische Potenzen: Sanguinaria wird häufig in den Potenzen D12, C12, C30 und C200 verwendet.
Hauptanwendungsbereiche: Grippale Infekte, Erkältungen, Heuschnupfen, Rheumatische Beschwerden, Wechseljahresbeschwerden, Migräne, Übelkeit und Erbrechen
Inhaltsangabe
Erscheinung
Sanguinaria erscheint bei einer Erkrankung mürrisch und gereizt. Die Patienten sind sehr ungeduldig und reagieren beim geringsten Anlass wütend.
Sanguinaria Anwendung
Sanguinaria wird hauptsächlich zur Behandlung von Erkältungen und Heuschnupfen eingesetzt. Die Erkrankungen gehen einher mit brennenden Schmerzen und Trockenheit von Nase und Rachen. Die rechte Körperseite ist auffallend stärker von den Beschwerden betroffen.
Das homöopathische Mittel hat sich auch in der Behandlung von Wechseljahresbeschwerden bei Frauen beschwert. Das Ausbleiben der monatlichen Blutung wird Begleitet von starken Unterleibsschmerzen, Herzklopfen und Hitzewallungen. Die Patientinnen sind müde und antriebsarm, mürrisch und können nachts nicht schlafen.
Anwendungsgebiete in der Übersicht
Anwendungsgebiet | Beschwerden/Symptome |
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Durchfall | Zunächst Bauchkrämpfe, dann Blähungen und wässriger Durchfall. Auslöser ist häufig die Unterdrückung einer Erkältung. |
Halsschmerzen | Entzündung des Halses mit Trockenheit der Schleimhäute. Die rechte Seite ist stärker betroffen. |
Heuschnupfen | Wässriger und wundmachender Schnupfen mit häufigem Niesen. Häufig ist die rechte Seite stärker betroffen. Die Augen sondern reichlich Tränen ab, welche aber mild sind und die Haut nicht reizen. Drückende Schmerzen an der Nasenwurzel. Verbesserung der Beschwerden draußen, aber die Patienten möchten nicht raus, da sie eine große Abneigung gegen Licht und Hitze haben. |
Husten | Trockener Husten mit festsitzendem Schleim. Stechende Schmerzen in der Brust und unter dem Brustbein. Der Auswurf ist rostfarben und blutig. Verschlechterung der Beschwerden während der Nacht. Die Patienten wachen durch Husten auf. Dieser hört erst auf, wenn sie sich im Bett aufsetzen. |
Magenbeschwerden | Die Zunge ist gelblich belegt. Im Mund und im Hals treten brennende Schmerzen auf. Die Patienten haben Schmerzen beim Schlucken und leiden unter Appetitlosigkeit. Übelkeit, brennende Schmerzen im Magen und Erbrechen plagen die Patienten. Nach dem Erbrechen geht es ihnen nicht besser. |
Menstruationsbeschwerden | Ausbleiben der monatlichen Blutung. Die Patientinnen haben Herzklopfen, Hitzewallungen und Bauchschmerzen, als ob die Blutung einsetzen würde. |
Migräne | Wöchentlich auftretende Migräne mit Übelkeit und Erbrechen. Die Schmerzen beginnen am Morgen. Um die Mittagszeit sind sie am stärksten und abends nehmen sie wieder ab. Die Migräneschmerzen treten zunächst im Hinterkopf auf, breiten sich nach vorne aus und setzen sich über dem rechten Auge fest. Besserung der Schmerzen beim Liegen in der Dunkelheit. |
Nervenschmerzen | Nervenschmerzen an verschiedenen Körperteilen. Verschlimmerung der Schmerzen durch Kälte und Zugluft. Besserung durch Wärme und warme Anwendungen. |
Rheumatische Beschwerden | Stechende Schmerzen am unteren Hals, welche in die Schultern und die Arme wandern. Der Arm kann nicht angehoben werden. Verschlimmerung während der Nacht. |
Schnupfen | Häufiges Niesen und Fließschnupfen. Das Nasensekret ist dünnflüssig und macht die Nase wund. An der Nasenwurzel tritt ein dumpfer Schmerz auf. Die Patienten sind überempfindlich gegenüber Kälte und Zugluft. Sie erkälten sich bei jedem Wetterwechsel. Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn. |
Verbesserung:
- Dunkelheit
- Schlaf
Verschlechterung:
- Kälte
- Zugluft
- Geräusche
- Bewegung
- Berührung
- Liegen auf der rechten Seite
- Morgens und abends
Weitere Anwendungshinweise
Sanguinaria Wirkung
Sanguinaria wirkt auf die Atemwege, den Bewegungsapparat und den Magen.
Sanguinaria Dosierung
Die Behandlung akuter Erkrankungen mit Sanguinaria erfolgt häufig mit den Potenzen D12 und C12. Diese können jeweils bis zu zweimal täglich eingenommen werden. Nach jeder Einnahme wird die Besserung abgewartet und das Mittel erst wieder bei erneuter Verschlechterung gegeben. Bei anhaltender Besserung wird das homöopathische Mittel nicht weiter eingenommen.
Chronische Erkrankungen werden mit den Potenzen C30 und C200 behandelt. Diese werden von Therapeuten in Abständen von mehreren Wochen verordnet.
Sanguinaria in der Schwangerschaft
Sanguinaria sollte während der Schwangerschaft nur von erfahrenen Homöopathen angewendet werden. Bei Einnahme von Tiefpotenzen bis zur D6/C3 sind Nebenwirkungen beobachtet worden, so dass von einer Selbstbehandlung abgeraten wird.
Das homöopathische Mittel kann bei drohender Fehlgeburt gegeben werden. Die Frauen leiden unter Übelkeit und Schmerzen im unteren Rücken, welche durch den Bauch in die Beine hinab ziehen.
Sanguinaria für das Baby
Sanguinaria wird häufig bei chronischem Schnupfen im Babyalter gegeben. Die Nasenschleimhäute sind trocken. Die Nase ist verstopft und erschwert das Trinken an der Brust. Wenn nach einer Erkältung ein trockener und hartnäckiger Husten bestehen bleibt, wird häufig Sanguinaria gegeben. Die Kinder leiden zudem unter Kopfschmerzen und haben ein auffällig gerötetes Gesicht.
Sanguinaria für Hund, Pferd und Katze
Sanguinaria wird Tieren gegeben, die unter hartnäckigem Husten leiden. Dieser bessert sich auffällig nach dem Abgang von Blähungen. Die Schleimhäute sind insgesamt sehr trocken und die Pfoten brennend heiß.
Sanguinaria Nebenwirkungen
Bei der Einnahme von Sanguinaria bis zu den Potenzen D6 und C3 sind vereinzelt Nebenwirkungen wie ein Anstieg der Leberfunktionswerte oder eine Gelbsucht beobachtet worden. Schwangere und Stillende sollten das Mittel in diesen Potenzen nicht einnehmen. In höheren Potenzen sind keine Nebenwirkungen beobachtet worden. Lediglich zu Beginn der Einnahme und bei Überdosierung können sich die Beschwerden verschlechtern. Die Einnahme ist dann zu pausieren.
Verwendung in Komplexmitteln
Sanguinaria ist in folgenden Komplexmitteln enthalten:
Bitte beachten Sie:
Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!